Peter van Pels

Peter van Pels

Peter wird am 8. November 1926 in Osnabrück geboren. Er hat keine Geschwister. Miep Gies beschreibt Peter van Pels als einen „gutaussehenden, kräftig gebauten Jungen, mit dichtem dunklen Haar, verträumten Augen und freundlichem Wesen.“ Sie hatte in jener Zeit kaum Kontakt mit ihm: „Ich hatte nie ein Gespräch mit ihm, nur ein Mal, als er mich bat, Blumen für Anne zu besorgen.“

Bertel Hess, eine Cousine von Hermann van Pels, erinnert sich daran, dass Peter sehr geschickt war. „Peter habe ich oft gesehen. Er besuchte seine Tante Henny und seinen Opa, die ebenfalls aus Osnabrück geflohen waren und jetzt in Amsterdam lebten. Er war ein sehr netter Junge, und schüchtern, sehr schüchtern."

Faul und wehleidig?

Peter ist faul und wehleidig, meint Anne anfangs. „Über Peter lachen wir uns krank, den einen Tag hat er Hexenschuss im Rücken, den anderen Tag eine blaue Zunge und Kribbeln [im Hals] und so weiter.“ Und: „Peter hat nun wieder etwas am Fuß, dieser Trottel, und ich merke gut, dass er verliebt ist.“

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Peter met vriendjes

Peter erledigt viele Dinge

Annes Nikolausgedicht vom 5. Dezember 1943 beschreibt einen völlig anderen, aktiven Peter. Er hackt Holz, holt Gemüse und Kartoffeln von unten, macht den Dachboden sauber, sorgt für die Katzen und wäscht sogar seinen Overall selbst.

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Peters Zukunftspläne

Im Februar 1944 ist davon die Rede, dass Peter „später nach Niederländisch-Indien gehen und dort auf einer Plantage leben wolle“. „Er hat kein festes Ziel vor Augen, findet sich selbst zu dumm und zu unbedeutend, um etwas zu leisten. Armer Junge!“, konstatiert Anne.

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8. November 1926

Peter van Pels wird in Osnabrück geboren.

26. Juli 1937

Peter emigriert mit seinen Eltern in die Niederlande.

13. Juli 1942

Peter versteckt sich mit seiner Familie im Hinterhaus.

4. August 1944

Alle acht Untergetauchten werden verhaftet.

8. August 1944

Peter und die anderen Untergetauchten werden in das Durchgangslager Westerbork (Niederlande) gebracht.

3. September 1944

Deportation in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau (im von Deutschland besetzten Polen).

6. September 1944

Ankunft in Auschwitz. Peter überlebt die Selektion.

um den 18. Januar 1945

Bei der Räumung von Auschwitz muss Peter auf einen sogenannten Todesmarsch mit. Jeder Gefangene, der noch gehen kann, muss mit zu Konzentrationslagern, die weiter westlich liegen.

25. Januar 1945

Peter wird im Konzentrationslager Mauthausen (Österreich) registriert.

10. Mai 1945

Peter stirbt in Mauthausen.

Peters Umgebung

Hermann van Pels Vater von Peter, Ehemann von Auguste

Wenn seine Zigaretten alle sind, bekommt Hermann schlechte Laune

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Auguste van Pels Mutter von Peter, Ehefrau von Hermann

Auguste ist eine hübsche und etwas kokette Frau

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Anne Frank Tochter von Otto und Edith, Schwester von Margot

Anne spielt oft den Clown, hat aber auch eine ernste Seite

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Was Anne über Peter schreibt

Nachdem ich ihm einiges in Französisch erklärt hatte, fingen wir bald an, uns zu unterhalten. Er erzählte mir, dass er später nach Niederländisch-Indien gehen und dort auf einer Plantage leben wolle. Er sprach über sein Leben zu Hause (...) und dass er so ein Nichtsnutz wäre. Ich sagte, dass er sehr starke Minderwertigkeitsgefühle hätte.