Die Geschichte der Anne Frank: Spannungen und Streit im Hinterhaus
Manchmal ist die Stimmung im Hinterhaus sehr gereizt.

Spannungen und Streit

Zimmer Hermann und Auguste van Pels Abends essen die acht Untergetauchten und manchmal auch die Helferin Bep Voskuijl am großen Tisch in diesem Zimmer.
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Acht Menschen zusammen in einem beengten Hinterhaus … Die Spannung ist unerträglich: Jeden Tag haben die Untergetauchten Angst, entdeckt zu werden.

Anne schreibt:

„Mir ist ganz schwindlig von all den Schimpfworten, die im letzten Monat durch dieses ehrbare Haus geflogen sind. (…) Ehrlich gesagt, ich vergesse ab und zu, mit wem wir Streit haben und mit wem die Versöhnung bereits stattgefunden hat. Das Einzige, was mich ablenkt, ist Lernen, und das tue ich viel.“

Am Anfang ist das Klima im Hinterhaus recht gut, aber schon bald kommt es zu ersten Unstimmigkeiten. Die Untergetauchten müssen 24 Stunden am Tag im Haus bleiben. Wenn unten im Lager gearbeitet wird, müssen sie mäuschenstill sein. Tagsüber darf die WC-Spülung so wenig wie möglich betätigt werden, da die Abflussrohre durch das Lager führen. Wegen der Enge des Verstecks und der Angst vor Entdeckung ist die Spannung groß und es kommt oft zu Streitigkeiten. Anne Frank beschreibt das ausführlich in ihrem Tagebuch.

AFS_A_OFrank_III_001.004.jpgWir hatten gedacht, dass das gemeinsame Leben mit der Familie meines Partners im Versteck dieses weniger eintönig machen würde, aber wir hatten nicht bedacht, wie viel Schwierigkeiten durch die Verschiedenheit von Charakteren und Ansichten entstehen würden.

Otto Frank

Anne hat es schwer

Otto sagt über Anne: „Von Anbeginn war es uns klar, dass ein Leben in vollkommener Abgeschlossenheit für die lebhafte Anne viel schwerer zu ertragen sein würde als für uns. Wir wussten, dass sie ihre vielen Freunde und ihre Schule sehr entbehren würde. Die viel reifere Margot würde sich viel eher mit unserer Lage abfinden." Anne Frank schreibt so oft wie möglich Tagebuch, um ihrem Herzen Luft zu machen: „Am besten gefällt mir noch, dass ich das, was ich denke und fühle, wenigstens aufschreiben kann, sonst würde ich komplett ersticken.“

Schreibtisch An diesem Schreibtisch in ihrem Zimmer schrieb Anne oft in ihr Tagebuch (Foto des neu eingerichteten Hinterhauses: Allard Bovenberg).

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