Zehn Fragen zur Echtheit des Tagebuchs der Anne Frank

Echtheit des Tagebuchs

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Über Anne Frank und ihr Tagebuch sind umfangreiche, wissenschaftlich gesicherte Informationen verfügbar. Manchmal werden jedoch im Internet und in anderen Medien Lügen über das Tagebuch verbreitet. Es sind Bücher und Broschüren im Umlauf, in denen das Tagebuch als Fälschung bezeichnet und behauptet wird, nicht Anne Frank, sondern jemand anders habe es verfasst. Auf manchen Websites wird das Gerücht gestreut, Teile des Tagebuchs seien mit Kugelschreiber geschrieben.

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Anne Frank und ihr Tagebuch

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Das Anne Frank Haus geht immer wieder und erfolgreich juristisch gegen Angriffe auf die Authentizität (Echtheit) des Tagebuchs vor. Wer dennoch mit Lügen über das Tagebuch konfrontiert wird, findet auf dieser Seite in Frage- und Antwortform (pdf) die wichtigsten Fakten zur Authentizität des Tagebuchs.

Zehn Fragen

zur Echtheid des Tagebuchs der Anne Frank.

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Prozesse

Der Erfolg von Anne Franks Tagebuch ist vor allem für Personen, die auch nach dem Zweiten Weltkrieg noch der Ideologie des Nationalsozialismus anhängen, schwer zu ertragen. Im Laufe der Jahre wird des öfteren versucht, die Lüge in Umlauf zu setzen, Anne Franks Tagebuch sei eine Fälschung. Otto Frank führte bis zu seinem Tod Prozesse gegen "Leugner". 1979 – er war damals 90 – äußerte er zu diesem Thema in einem Interview mit einer britischen Zeitung: "Zur Zeit laufen in Westdeutschland vier Prozesse, zwei in Hamburg und zwei in Frankfurt, über Beschuldigungen, dass das Tagebuch eine Fälschung sein soll. Ich habe 1961 gegen solche Angriffe gekämpft und gewonnen, aber solche Behauptungen werden noch immer erhoben und ich muss immer wieder dagegen kämpfen." Nach seinem Tod 1980 übernehmen das Anne Frank Haus in Amsterdam und der Anne Frank Fonds in Basel diese Aufgabe.

Holocaust-Leugner Faurisson zu Besuch bei Otto Frank

Fritzi Frank-Markowitz, Otto Franks zweite Frau, gab Wouter van der Sluis, einem Mitarbeiter des Anne Frank Hauses, im Oktober 1993 ein Interview. Fritzi Frank war seit 1980 Witwe und verstarb 1998. Fritzi Frank erzählt in diesem Interview unter anderem von einem Besuch Robert Faurissons. Faurisson ist ein bekannter Holocaust-Leugner. Er bestreitet u.a. die Existenz von Gaskammern, und er stellt die Authentizität von Anne Franks Tagebuch in Abrede. Doch als er sich das Tagebuch ansah, äußerte er, wie Fritzi Frank berichtet: „Das wird sehr schwer zu beweisen sein, dass das Tagebuch eine Fälschung ist.“

Wissenschaftliche Edition

Damit Klarheit herrscht über die verschiedenen Fassungen des Tagebuchs, veröffentlicht das Niederländische Staatliche Institut für Kriegsdokumentation (NIOD) 1986 die wissenschaftliche Edition, die sich von der Buchhandelsausgabe unterscheidet. Diese Edition umfasst die drei Versionen, die es vom Tagebuch gibt: die bewahrt gebliebenen ursprünglichen Tagebuchaufzeichnungen, die von Anne selbst angefertigte Überarbeitung sowie die Fassung, die von Otto Frank zusammengestellt wurde und 1947 im niederländischen Verlag Contact erschien.

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