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1943 Deportationen und Anschläge
Vossiusstraat
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Foto van een meisje in Jeugdstormuniform. ©Beeldbank WO2 / Oorlogs- en Verzetsmateriaal Groningen

Hélène Egger – „Ich sah aus wie ein Mädchen vom ‚Nationale Jeugdstorm’”

„Nun mussten auch wir untertauchen. Unser erstes Versteck war noch in Amsterdam. In der Vossiusstraat. Wir sind mit der Straßenbahn hingefahren. Ohne Stern, denn mit Stern durfte man die Straßenbahn nicht benutzen. Es war zwar gefährlich, aber wir taten es einfach. Wir bezogen eine Art Pension, in der wir zwei Zimmer hatten. Opa und Oma erlaubten mir noch, auf die Straße zu gehen. Allerdings musste ich vorsichtig sein, und den Stern trug ich natürlich auch nicht. Opa ging auch noch aus dem Haus. Manchmal besorgte er irgendwo etwas zu essen für uns. Wo? Keine Ahnung. Ich wusste aber, dass es sehr gefährlich war. 

Einmal wäre ich beinahe erwischt worden. Eines Nachmittags spielte ich draußen, in der Nähe unserer damaligen Unterkunft. Ich trug einen dunkelblauen Rock, eine hellblaue Bluse und einen dunkelblauen Schlips. Ich sah aus wie ein Mädchen vom „Nationale Jeugdstorm“, einer Art Pfadfinderverein, in dem viele Kinder von NSBern Mitglied waren. Nur die Mütze fehlte. Ich fand diese Kluft wahnsinnig interessant. Plötzlich bemerkte ich zwei Männer, die auf dem Fahrrad näher kamen. Sie hielten an und fragten mich nach meinem Namen. Meine Großeltern hatten mir gesagt: ‚Wenn irgendwas ist, sag einfach, dass du Tineke Bakker heißt. Nenn niemals deinen echten Namen!’ Also sagte ich zu den beiden Kerlen: ‚Ich heiße Tineke Bakker.’ (…) Sie fragten mich, wo ich wohnte. Wie ich darauf kam, weiß ich nicht, aber ich sagte, ich wohne in der Van Baerlestraat. Hausnummer 80.”

 

Quelle: Fragment aus Ik ben er nog. Het verhaal van mijn moeder Hélène Egger. Abdruck mit Genehmigung von Debby Petter (Autor) und Thomas Rap Verlag. Übersetzung von Gregor Seferens.

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Hélène Egger

Hélène Egger ist zehn, als die Niederlande 1940 von Deutschland besetzt werden. Da sich ihre Mutter einer schweren Operation unterziehen muss, lebt sie bei ihren Großeltern. Sie wird festgenommen, aber es gelingt ihrem Großvater dank seiner Beziehungen zum „Judenrat“, sie aus der Hollandsche Schouwburg zu befreien. Sie taucht unter und findet schließlich bei einer Bauernfamilie in Brabant einen Unterschlupf.

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1950  Bleibende Erinnerung
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    Teil der Inschrift des Denkmals „Jüdische Dankbarkeit“
  • picture:Einmal im Jahr zwei Schweigeminuten

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